Wallbox-Abrechnung:
Wer hat wie viel geladen?
Sobald mehr als eine Person an derselben Ladestation lädt, braucht es eine Antwort auf diese Frage — sonst zahlt am Ende jemand den Strom der anderen. Hier stehen die drei Wege, wie die Abrechnung sauber läuft: von der Tabelle bis zur Automatik.
Der Stromzähler kennt keine Namen.
Der Hauszähler misst, dass geladen wurde — nicht von wem. Ob sich zwei Nachbarn eine Box teilen, ein Vermieter die Wallbox in der Tiefgarage mehreren Parteien öffnet oder Mieter an einer gemeinsamen Ladestation laden: Ohne Zuordnung pro Person wird aus der freundlichen Lösung schnell eine Streitquelle.
Die gute Nachricht: Das Problem ist gelöst — auf drei Niveaus, vom Zettel an der Wand bis zur Automatik. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie oft geladen wird und wie viel Aufwand du tragen willst.
Von der Strichliste zur Automatik.
Tabelle & Zählerstand
Jeder Nutzer notiert nach dem Laden Datum, Zählerstand und Kilowattstunden — auf Papier neben der Box oder in einer Excel-Tabelle. Am Monatsende wird zusammengerechnet.
Kostenlos, aber fehleranfällig: Vergessene Einträge lassen sich später kaum rekonstruieren. Funktioniert bei seltenem Laden unter Vertrauten.
RFID-Karten & Hersteller-App
Viele Wallboxen ordnen Ladevorgänge einer RFID-Karte zu. Die Hersteller-App zeigt dann pro Karte, wie viel geladen wurde — abgerechnet wird trotzdem von Hand.
Besser, aber: Karten müssen verteilt und verwaltet werden, die Auswertung bleibt Handarbeit, und Gäste ohne Karte bleiben außen vor.
Pro Person, ohne Tabelle
Jeder Nutzer bekommt einen persönlichen Einladungslink. Die Wallbox meldet jede Ladung automatisch, Stromnachbar ordnet sie der Person zu und rechnet zum hinterlegten kWh-Preis ab — als Beleg, exportierbar.
Erste Wallbox kostenlos, keine RFID-Karten, keine Handarbeit. Und bezahlt wird auch von allein: die automatische Monatsabrechnung.
Du brauchst keine.
Statt einer Tabelle, die jemand pflegen, prüfen und anmahnen muss, haben wir etwas Besseres gebaut: Die Abrechnung macht sich selbst — automatisch am 1. des Monats, gezahlt wird mit einem Klick per PayPal oder QR-Code.
Sobald Geld fließt: MID-Zähler.
Wird pro Kilowattstunde abgerechnet, muss die Messung verlässlich sein. Dafür gibt es den MID-Zähler — ein geprüftes Messmodul (erkennbar am CE-M-Zeichen), das in vielen modernen Wallboxen bereits eingebaut ist. Ob deine Box einen hat, steht im Datenblatt oder in der Modellübersicht des Herstellers.
Die deutlich teurere, voll eichrechtskonforme Ladesäule brauchst du im privaten Kreis nicht — sie ist für den Verkauf an fremde Dritte und den öffentlichen Betrieb gedacht. Die Einordnung im Detail: Steuer, Abrechnung, Haftung beim Wallbox-Teilen.
Drei typische Konstellationen.
Zwei Haushalte, eine Box
Der Klassiker: Die Wallbox hängt, der Nachbar fragt. Abgerechnet wird kWh-genau zum vereinbarten Preis — Wallbox mit Nachbarn teilen.
Eine Box, mehrere Parteien
Gemeinschafts-Wallbox in der Tiefgarage: Jede Partei zahlt, was sie lädt. Was die Box je Partei kostet, zeigt der WEG-Rechner.
Wallbox im Mietobjekt
Mieter laden an der Box des Vermieters — sauber getrennt vom Allgemeinstrom, ohne Excel-Listen. Mehr unter Wallbox vermieten.
Was zur Abrechnung gefragt wird.
Wie rechne ich eine gemeinsam genutzte Wallbox ab?
Brauche ich einen geeichten Zähler für die Abrechnung?
Wie rechnet ein Vermieter die Wallbox mit Mietern ab?
Geht die Wallbox-Abrechnung über die Nebenkostenabrechnung?
Was kostet die automatische Abrechnung mit Stromnachbar?
Passt zum Thema.
Abrechnung?
Läuft von allein.
Wallbox verbinden, Einladungslinks verschicken — ab da wird jede Ladung automatisch der richtigen Person zugeordnet.