Die Wallbox-Frage

Welche Wallbox
brauchst du?

Kommt drauf an, was du vorhast — nicht auf die Marke. Kompatibel ist jede Wallbox mit OCPP 1.6J oder go-e-Cloud; das können die meisten modernen Boxen. Die eigentliche Frage ist, wie du abrechnen willst. Hier die vier Stufen.

Vier Vorhaben, vier Antworten

Was hast du vor?

Nur Zugang steuern

Kostenlos teilen

Jede kompatible Wallbox Free-Plan

Du willst festlegen, wer bei dir laden darf — Familie, Freunde, Mitarbeiter. Es fließt kein Geld: keine Abrechnung, keine Anforderungen an den Zähler. Einladungen, Sperrzeiten und den Ladeverlauf hast du trotzdem.

Kosten erstatten lassen

Selbstkosten weitergeben

MID-Zähler empfohlen Free-Plan

Du gibst deine eigenen Stromkosten weiter (Kostenerstattung, § 670 BGB) — der übliche Weg im kleinen, privaten Kreis mit Gästen, die du kennst. Kein Aufschlag. Tipp: Ein MID-Zähler (CE-M-Zeichen, in vielen Boxen eingebaut, sonst günstig nachrüstbar) macht die Messung belastbar — empfohlen, wenn du regelmäßig oder mit mehreren Gästen abrechnest.

Mit Aufschlag abrechnen

Direktverkauf

MID-Zähler oder Eichrecht — Pflicht Pro

Du rechnest zu einem Preis über deinen eigenen Stromkosten ab (§ 6 Nr. 3 MessEV). Das setzt einen MID-Zähler oder eine eichrechtskonforme Box voraus — und dein Gast bestätigt den Messwert, das holt Stromnachbar nach jeder Ladung automatisch ein. Sauber vor allem mit wenigen festen Gästen.

Öffentlich oder im Betrieb

Viele wechselnde Nutzer

Eichrechtskonforme Ladeeinrichtung

Für viele wechselnde Nutzer, Arbeitgeber-Abrechnung und den Verkauf an Dritte braucht es eine voll eichrechtskonforme Ladeeinrichtung (Eichsiegel ab Werk). Das ist die Liga halböffentlicher Ladepunkte — für das private Teilen im bekannten Kreis brauchst du sie nicht.

Die Abgrenzung

Ab wann ist es Direktverkauf?

Direktverkauf heißt: Du verkaufst Strom zu deinem eigenen Preis über deinen Bezugskosten — kWh-genau gemessen und vom Gast bestätigt. Dafür verlangt das Messrecht einen MID-Zähler oder eine eichrechtskonforme Box.

Solange dein Gastpreis auf oder unter deinem eigenen Arbeitspreis bleibt (das ist der ct/kWh-Preis auf deiner Stromrechnung), bekommst du nur deine tatsächlichen Kosten erstattet — das ist Kostenerstattung, kein Verkauf. Und kostenlos teilen ist gar kein Geschäft: Dafür gibt es keine Messvorgaben.

Im Produkt heißt das: Kostenlos geht immer — ganz ohne Zähler-Anforderungen. Bei Selbstkosten empfehlen wir den MID-Zähler, sobald du regelmäßig abrechnest. Der Preismodus Direktverkauf verlangt ihn zwingend (oder eine eichrechtskonforme Box) — und ist Teil von Pro.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Muss ich für Selbstkosten einen MID-Zähler haben?
Pflicht ist er nur für den Aufschlag. Bei Selbstkosten ist er unsere klare Empfehlung, sobald du regelmäßig oder mit mehreren Gästen abrechnest — der MID-Zähler macht die Messung belastbar. Im kleinen, privaten Kreis starten viele Hosts mit der Box, die sie haben, und rüsten bei Bedarf nach.
Was kostet ein MID-Zähler zum Nachrüsten?
Als Hutschienenzähler ab etwa 30–100 € Material plus Einbau durch den Elektriker. Viele Wallboxen haben ihn ab Werk — ein Blick ins Datenblatt (Stichwort MID oder CE-M-Zeichen) lohnt sich.
Welche Wallboxen sind mit Stromnachbar kompatibel?
Jede Wallbox, die OCPP 1.6J spricht — go-e zusätzlich direkt über die Hersteller-Cloud. Die Marken-Übersicht findest du unter Kompatible Systeme.

Orientierung, keine Rechtsberatung. Ob dein Teilen im Einzelfall privat bleibt, hängt von deiner Gesamtsituation ab — im Zweifel kurz fachlich prüfen lassen.

Loslegen

Deine Box reicht
vermutlich schon.

Kostenlos teilen geht mit jeder kompatiblen Wallbox — du kannst heute anfangen und den Preismodus später jederzeit umstellen.