Der Nachbar lädt bei dir — wer zahlt den Strom, und wie?
Du hast eine Wallbox, der Nachbar fragt, ob er mal laden darf. Du sagst ja — und stehst danach vor der eigentlich kleinen, aber unangenehmen Frage: Wie viel war das eigentlich, und wie kommst du an dein Geld, ohne jeden Monat hinterherzulaufen? Genau diese Frage löst eine automatische Monatsabrechnung — sie rechnet den geladenen Strom Monat für Monat für dich ab. So funktioniert sie.
Das eigentliche Problem ist nicht der Strom
Den Strom zu teilen ist einfach — Kabel rein, Auto lädt. Schwierig wird der Teil danach. Die meisten lösen ihn auf eine von drei Arten, und alle drei sind unangenehm: Man führt eine Excel-Liste mit Zählerständen, die man irgendwann nicht mehr pflegt. Man schätzt am Monatsende pauschal einen Betrag, der entweder dich oder den Nachbarn benachteiligt. Oder man lässt es ganz und teilt gratis — was bei einem Auto mit großem Akku schnell mehr ist, als man eigentlich verschenken wollte.
Und über allem schwebt der Moment, den niemand mag: das Nachfragen. „Du, wegen dem Laden letzten Monat …" Unter Nachbarn, Freunden oder in der Familie ist das genau die Reibung, die das Teilen mühsam macht. Das Ziel einer guten Abrechnung ist deshalb nicht, dir eine schöne Tabelle zu liefern — sondern dieses Gespräch ganz überflüssig zu machen.
Wie die Monatsabrechnung funktioniert
Im Hintergrund passiert bei jeder Ladung dasselbe: Die Wallbox zählt, wie viele Kilowattstunden ins Auto deines Gastes geflossen sind, und Stromnachbar multipliziert das mit dem Preis, den du für deine Box festgelegt hast. Mehr ist an einer einzelnen Ladung nicht zu tun. Einmal im Monat fügt sich daraus von allein eine Abrechnung zusammen:
So erlebt dein Gast die Abrechnung: Mail, Zahlung, erledigt — alles in einem Monatsschritt.
- Am Monatsanfang erstellt Stromnachbar für jeden Gast eine Abrechnung über alle seine Ladungen des Vormonats — ein Betrag, eine Mail, statt vieler Einzelposten.
- Dein Gast bekommt die Mail mit dem Gesamtbetrag, der Zahl der Ladungen und den Kilowattstunden, dazu einen Link zur Zahlseite.
- Er überweist selbst und meldet mit einem Klick „überwiesen".
- Du bestätigst den Eingang in deinem Dashboard — fertig. Die Ladungen sind abgerechnet und verschwinden aus den offenen Beträgen.
Du musst in diesem Ablauf nichts anstoßen. Die Abrechnung läuft automatisch zum Monatsersten; das Einzige, was du tust, ist am Ende einen Haken zu setzen, wenn das Geld da ist.
Was abgerechnet wird — und was nicht
Abgerechnet wird nur, was tatsächlich gemessen und vom Gast anerkannt wurde. Bei jeder Ladung bestätigt dein Gast die geladene Menge, die direkt aus dem Stromzähler der Wallbox stammt. Erst diese anerkannten Mengen wandern in die Monatsabrechnung. Reagiert ein Gast nicht, gilt die Menge nach einer Frist als anerkannt — aber die Grundlage bleibt immer der gemessene Zählerstand, nicht eine Schätzung.
Was nicht in der Abrechnung landet: deine eigenen Ladungen. Lädst du selbst an deiner Box, wird das gar nicht erst als offener Betrag geführt. Und Ladungen, die erst spät im Monat passieren und noch nicht anerkannt sind, rutschen sauber in den nächsten Monatslauf, statt verloren zu gehen.
Wie dein Gast bezahlt
Der wichtigste Punkt zuerst: Es fließt kein Geld über Stromnachbar. Dein Gast überweist direkt an dich. Auf der Zahlseite hat er dafür drei Wege, vom schnellsten zum gründlichsten:
PayPal oder Kopieren
- Ein Klick auf deinen PayPal-Link, Betrag schon eingetragen
- Oder Kontodaten und Verwendungszweck zum Kopieren für die Banking-App
- Kein zusätzliches Konto, keine Anmeldung nötig
QR-Code für die Bank
- Giro-Code mit der Banking-App scannen, Überweisung vorausgefüllt
- Empfänger, Betrag und Verwendungszweck stimmen automatisch
- Nur sichtbar, wenn du deine Zahlungsdaten hinterlegt hast
Deine Kontodaten erscheinen beim Gast nur, wenn du sie hinterlegt und der Anzeige zugestimmt hast. Bis dahin steht in der Mail einfach der Betrag, und ihr klärt den Weg wie bisher. Stromnachbar empfiehlt bewusst keinen bestimmten Zahlweg — du entscheidest, was zu dir und deinen Gästen passt.
Der Beleg zum Mitnehmen
Zu jeder Abrechnung gibt es einen Beleg als PDF — für den Gast und für dich. Er listet die Ladungen mit Datum, Kilowattstunden und Betrag und nennt als Messgrundlage das Zählwerk der Wallbox. Praktisch ist das vor allem, weil eine PDF auf dem Handy lesbar bleibt, wo eine CSV-Tabelle scheitert.
Ein Wort zur Einordnung, damit nichts schiefgeht: Das ist bewusst eine Abrechnung, keine Rechnung im umsatzsteuerlichen Sinn. Für die private Weitergabe deiner Stromkosten brauchst du keine Rechnung mit Steuerausweis. Und für die Erstattung über einen Arbeitgeber — etwa beim Dienstwagen — gelten eigene, strengere Nachweispflichten; dafür ist dieser Beleg nicht automatisch geeignet. Er belegt, was geladen und geteilt wurde, nicht mehr und nicht weniger.
Was kostet das?
Die volle Monatsabrechnung — Zahlseite, Status, PDF-Beleg — ist im Free-Tarif für bis zu drei Gäste pro Monat kostenlos. Damit deckt der kostenlose Tarif den typischen privaten Fall komplett ab: ein paar feste Leute, mit denen du regelmäßig teilst. Stromnachbar nimmt dabei keinen Anteil am Strompreis — was dein Gast zahlt, geht zu dir.
Teilst du in einem Monat mit mehr als drei verschiedenen Leuten, fällt dieser Monat auf eine einfache Abrechnungs-Mail zurück (Betrag und Ladungen, ohne Zahlseite und PDF), und für den vollen Komfort lohnt sich Pro. Kein Gast wird dabei je benachteiligt, und niemand sieht, welchen Tarif du hast.
Häufige Fragen
Wer zahlt den Strom — du oder dein Gast?
Dein Gast zahlt den Strom, den er selbst geladen hat — nach Kilowattstunden, zu dem Preis, den du für deine Wallbox festgelegt hast. Lädt jemand 52,1 Kilowattstunden bei dir und du gibst 30 Cent je Kilowattstunde weiter, zahlt er 15,63 €. Deine eigenen Ladungen tauchen in keiner Abrechnung auf.
Wie rechne ich ab, wenn mein Nachbar bei mir lädt?
Du musst nichts rechnen. Stromnachbar zählt bei jeder Ladung die Kilowattstunden am Zählwerk der Wallbox und fasst sie einmal im Monat pro Gast zu einer Abrechnung zusammen. Dein Gast bekommt eine Mail mit dem Betrag und überweist ihn selbst. Kein Excel, kein Zettel, kein Nachfragen.
Läuft das Geld über Stromnachbar?
Nein. Dein Gast überweist direkt an dich — per PayPal, normaler Überweisung oder mit einem QR-Code für die Banking-App. Stromnachbar erstellt nur die Abrechnung und sieht den Zahlungseingang nicht. Es fließt kein Geld über die Plattform.
Was passiert, wenn mein Gast nicht zahlt?
Der Gast meldet in der Abrechnung, dass er überwiesen hat, du bestätigst den Eingang. Bleibt eine Abrechnung offen, schickt Stromnachbar nach sieben Tagen genau eine freundliche Erinnerung — keine Mahnung. Abgerechnet wird nur, was der Gast vorher als geladene Menge anerkannt hat.
Ist die Monatsabrechnung eine Rechnung im steuerlichen Sinn?
Nein. Es ist eine Abrechnung über die geteilten Stromkosten, kein Steuerbeleg mit Umsatzsteuerausweis. Für die private Weitergabe zu Selbstkosten brauchst du das auch nicht. Für die Erstattung über einen Arbeitgeber gelten eigene, strengere Regeln — dafür ist der Beleg nicht automatisch geeignet.
Was kostet die Abrechnung?
Im Free-Tarif ist die volle Monatsabrechnung für bis zu drei Gäste pro Monat kostenlos, ohne Provision auf den Strom. Wer regelmäßig mit mehr Leuten teilt, wechselt zu Pro. Stromnachbar nimmt keinen Anteil am Strompreis.
Teilen, ohne nach Geld zu fragen
Dein Nachbar lädt, die Abrechnung kommt einmal im Monat von allein. Free-Tarif kostenlos für bis zu drei Gäste, 0 % Provision auf den Strom.
Kostenlos starten →Wichtig: Dieser Beitrag erklärt die Monatsabrechnung von Stromnachbar allgemein verständlich und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Ob und wie eine Weitergabe von Stromkosten im Einzelfall zu behandeln ist, kann abweichen; im Zweifel hilft eine fachkundige Beratung.